„Marry Me!“-Star Maryam Zaree: Die kleine Rebellin

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„Marry Me!“-Star Maryam Zaree: Die kleine Rebellin

Sie interessiert sich für die 68er und "den großen Diktator": Zum Kinostart von "Marry Me!" zeigt sich Hauptdarstellerin Maryam Zaree von der rebellischen Seite.

Schauspielerin Maryam Zaree (31, „Shahada“) kam in Teheran, Iran, zur Welt und ist seit ihrem zweiten Lebensjahr in Frankfurt am Main aufgewachsen. Immer wieder ist sie im „Tatort“ zu sehen, zuletzt beim neuen Berliner Team in „Das Muli“ (März 2015). Vom heutigen Donnerstag an spielt sie die unkonventionelle Kissy in der Berliner Culture-Clash-Komödie „Marry Me!“ mit Fahri Yardim (*1980, „Honig im Kopf“), Steffen Groth (40, „Doctor’s Diary“) und Wolfgang Stumph (69, „Go Trabi Go“) in weiteren Rollen. Im Lifestyle-Interview mit spot on news hat Zaree ein bisschen was von ihrer rebellischen und selbstbewussten Seite gezeigt:

Was ist Ihr Lieblingsfilm?

Maryam Zaree: Ich liebe das Kino, daher wäre es ein Affront an die Filmgeschichte, einen einzigen auszuwählen, aber mal assoziativ: „Magnolia“ (1999), „Die Klavierspielerin“ (2001), „Mister Lonely“ (2007), „Mommy“ (2014), „La Strada – Das Lied der Straße“ (1954), „Raging Bull – Wie ein wilder Stier“ (1980), „On the Waterfront – Die Faust im Nacken“ (1954) und mindestens hundert mehr.

Welche Person der Zeitgeschichte würden Sie gerne einmal treffen?

Zaree: Louis C.K. [US-Schauspieler u.a. in „Blue Jasmine“, „American Hustle“]

In welches Zeitalter würden Sie mit einer Zeitmaschine reisen?

Zaree: Nach 1968, weil man die Welt verändern wollte und dafür kämpfte.

Was macht einen Menschen für Sie attraktiv?

Zaree: Humor.

Wo würden Sie gerne mal länger leben?

Zaree: New York City.

Was befindet sich in Ihrer Handtasche?

Zaree: Ein Stäbchenhalter in Form eines Drachen, den mir mal ein fremder alter Chinese zu meinem Schutz geschenkt hat.

Können Sie kochen?

Zaree: Null, dafür esse ich fantastisch.

Haben Sie schon mal eine Diät gemacht?

Zaree: Ich musste letztes Jahr für eine Rolle sieben Kilo ab- und wieder zunehmen. Es ging um einen Hungerstreik von Flüchtlingen in dem Film „Le Chant des hommes“ (2015).

Wer ist Ihr Lieblings-Designer und warum?

Zaree: Ich liebe DesignerInnen mit einer klaren und eigenen Handschrift: Comme des Garcons, Vladimir Karaleev, Dries Van Noten.

Was ist ein absolutes Fashion-No-Go für Sie?

Zaree: Fashion No-Go’s!

Welches Zitat inspiriert Sie?

Zaree: Charlie Chaplin in „The Great Dictator – Der große Diktator“ (1940): „Greed has poisoned men’s souls, has barricaded the world with hate, has goose-stepped us into misery and bloodshed. We have developed speed, but we have shut ourselves in. Machinery that gives abundance has left us in want. Our knowledge has made us cynical. Our cleverness, hard and unkind. We think too much and feel too little. More than machinery we need humanity. More than cleverness we need kindness and gentleness. Without these qualities, life will be violent and all will be lost.“