Gute Vorsätze zum Jahreswechsel: Mit diesen Tipps erreichen Sie Ihre Ziele

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Gute Vorsätze zum Jahreswechsel: Mit diesen Tipps erreichen Sie Ihre Ziele

Mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben, gesünder leben, abnehmen - zum Jahreswechsel machen sich viele Menschen wieder gute Vorsätze. Wie Sie Ihre Ziele auch erreichen, erklärt Motivationstrainer Thomas Schlechter im Interview.

Gute Vorsätze für das neue Jahr sind schnell gemacht – und genauso schnell wieder vergessen, wenn es an die konsequente Umsetzung geht. Mentalcoach Thomas Schlechter („Punktgenau in Bestform“) erklärt im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news, warum viele Menschen scheitern. Das muss aber nicht sein. Für alle, die ihre Ziele wirklich erreichen wollen, hat der Motivationstrainer sechs wichtige Tipps parat.

Zum Jahreswechsel nehmen sich wieder viele Menschen vor, ihr Leben zu ändern. Ist es günstig, das an ein Datum zu knüpfen?

Thomas Schlechter: Das macht tatsächlich Sinn, weil man ein klares Ziel hat und das sollte immer mit einem Termin verbunden sein. Manche Menschen brauchen auch eine gewisse Vorbereitung und Anlaufzeit. Der Jahreswechsel stellt zudem generell eine Zeit des Umbruchs und des Neuanfangs dar. Und auch jahreszeitlich betrachtet, ist der Winter eine Ruhezeit, in der man Kraft schöpft und sich erholt, um dann neu durchstarten zu können.

Warum scheitern viele Menschen mit ihren guten Vorsätzen?

Schlechter: Viele gehen die Sache zu spontan an oder haben nie gelernt, Ziele zu erreichen. Man braucht ein Konzept, um das zu bestehen. Das sieht aber bei jedem anders aus, da jeder eine andere mentale Baustelle hat. Der eine hat zu wenig Willenskraft, der andere zu wenig Selbstbewusstsein, wieder andere scheitern daran, das Ziel klar zu formulieren oder lassen sich zu sehr ablenken. Die Ursachen können unglaublich vielschichtig sein. Wenn man immer wieder scheitert, kann es auch gerade jetzt zum Jahresanfang richtig sein, einen Coach in Anspruch zu nehmen, der eine individuelle Beratung bietet.

Gibt es trotzdem generelle Tipps, die helfen?

Schlechter: Ja, insgesamt müssen sechs Punkte beachtet werden:

Erstens: Ich brauche ein ganz klares Ziel. Das muss positiv formuliert sein. Am besten verpackt man den Vorsatz in einen knackigen, kurzen Satz. Es sollte nicht heißen: „Ich will aufhören zu rauchen.“ Sondern: „Ich führe ein gesundes Leben.“ Und: Das Ziel muss an einen Termin gebunden sein. Wenn ich eine Deadline habe, erreiche ich in der Regel auch etwas.

Zweitens: Das Ziel muss mit Freude, Spaß und Glück verbunden sein. Zum Beispiel: Wenn ich zehn Kilo abgenommen habe, passe ich wieder in meine alten Klamotten.

Drittens: Ich brauche Willenskraft. Die Momente der Schwäche kommen auf alle Fälle. Dann muss ich in der Lage sein, mich selbst wieder zu aktivieren, mit Sätzen wie: „Ich gebe nicht auf. Ich halte durch. Ich lasse mich nicht unterkriegen.“ Sportler setzen hier auf Selbstgespräche – und das hilft bei allen Menschen.

Viertens: Ich muss felsenfest an mich selbst glauben. Die meisten Menschen scheitern, weil sie selbst nicht an sich glauben. In kritischen Situationen erinnern sie sich an Dinge, die sie nicht geschafft haben in ihrem Leben. Wichtiger ist dann, sich klar zu machen, was man schon alles erreicht hat. Diese Erinnerungen kann ich für mich selbst als Referenz heranziehen, dass ich ans Ziel komme.

Fünftens: Ich muss die richtigen Handlungen und Aktionen einleiten. Wer fit werden will, kann nicht auf der Couch sitzen. Dazu ist ein starker körperlicher Zustand wichtig, denn das macht auch den Geist fit.

Sechstens: Ich muss mich ganz klar entscheiden und darin auch konsequent sein. Wenn ich mich für etwas entscheide, entscheide ich mich in dem Moment auch gegen etwas. Wer gesund leben will, kann beispielsweise nicht weiter in Fast-Food-Läden gehen.

Was hat es mit der 21-Tage-Formel auf sich?

Schlechter: Nach 21 Tagen gewöhnt sich der Körper an ein Programm und will es wieder haben, weil sich daraus ein Wohlergehen entwickelt hat. Das sind Erkenntnisse aus der fernöstlichen Philosophie, die aber auch in der westlichen Welt nachgewiesen worden sind. Wenn man drei Wochen lang etwas Altes lässt und dafür etwas Neues macht, dann hat sich das als Gewohnheit etabliert.

In Ihrem Buch „Punktgenau in Bestform“ schreiben Sie über sogenannte Shortcuts. Was kann man sich darunter vorstellen?

Schlechter: Die mentalen Shortcuts basieren auf der Verbindung von Körper, Geist und Herz. Um effektiv zu sein, eine Veränderung herbeizuführen, reicht es nicht, wenn man nur positiv denkt. Das ist der Anfang, weil wir es bewusst steuern können. Wir müssen auch unsere Emotionen, unser Herz mit einbeziehen und es als drittes auch in unseren Körper bringen, ins Handeln kommen. Bei den Shortcuts geht es darum, mit dem Geist einen Funken auszulösen, das mit unserem Herzen zu spüren und es auch zu verkörpern. Wenn Körper, Geist und Herz in Einklang sind, dann können wir unsere Bestform abrufen.